Der Roman ist eine Geschichte eines Mädchens namens
Maria, seit ihrer Kindesliebe bis sie aus Genf, wo sie als
Tänzerin geschafft hat, nach Hause zurückkehrt.
Mit zwanzig fährt sie nach Rio, damit mit ihr etwas interessantes
passiert. Am Strand trifft er einen schweizerischen Mann,
der Maria eine Arbeit anbietet. So fängt sie an in einem
Bar zu schaffen. Die Arbeit ist hart und Maria hört auf.
Sie hätte Geld nach Hause zu fahren, doch wird sie eine
Prostituierte.
Der Roman ist nicht ein Roman mit pikanten Abenteuern einer
Prostituierten. Am Ende des Buches steht ein Satz von Coelho:
"Es hat lange gedauert, bis ich die Sakralität der
Sexualität erkannt habe." Dies geschieht auch mit
Maria. Nicht die Verzweiflung macht sie zu einer Prostituierten,
sondern die innere Leere und Ziellosigkeit.
In einem Cafe trifft sie den Maler und sie werden eine Beziehung
haben, in der sie die Sakralität der Sexualität
kennenlernen können.
Eingebettet in die Haupthandlung sind auch immer wieder kleinere
Geschichten und Gleichnisse - passend zur Handlung. Marias
Tagebuch zwischendurch lockert die Geschichte auch immer wieder
etwas auf und regt den Leser selbst zum Nachdenken an.
Erika Kohut, Mitte dreißig und von Beruf Klavierlehrerin,
lebt seit der Vertreibung des störenden Vaters eingeschlossen
in der trauten Zweisamkeit mit ihrer alten Mutter. Das Hauptproblem
ihrer Mutter besteht darin, ihr Besitztum die Tochter
an sich zu binden, damit die Tochter ja nicht davonläuft.
Ehrgeizig und herrschsüchtig versucht die Mutter, Erika
zur brillanten Pianistin auszubilden. Aus Erika ist jedoch
keine Künstlerin geworden, aber eine Lehrerin, eine Interpretin,
weil sie nicht brillant genug ist. Doch die mütterliche
Erziehung ist nicht perfekt. Anfangs wird das mütterliche
Ordnungssystem nur durch Erikas eitle Gier nach Äußerlichkeiten
Keider, Schuhe, Handtaschen und heimlichen Ausflügen
in Pornokinos zum Prater, wo sie aus sicherer
Entfernung lustlos das Treiben der Prostituierten betrachtet.
Doch dann taucht Walter Klemmer, ein Klavierschüler von
ihr, in ihrem Leben auf.
In seiner sadistischen Lust vollführt er schließlich
an Erika all das, was sie ihm in ihrem Brief vorschrieb. Dann
geht Walter weg, endgültig befreit von Erika.
Der Roman wurde mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle verfilmt.
Im Jahr 2004 erhielt die Autorin den Literaturnobelpreis.