- Es gibt eigentlich keine systematische Ästhetik
- Kritische Abhandlungen von LUDWIG BÖRNE - bei ihm
erscheint jedoch Kunstkritik in erster Linie als Mittel,
politische Kritik zu üben.
- LUDOLF WIENBARG (Ästhetische Feldzüge, Zur neuesten
Literatur, Menzel und die junge Literatur) - gilt als Theoretiker
des Jungen Deutschlands.
- Keine systematische Ästhetik
- Für ihn war die politische Freiheit Voraussetzung
für eine deutsche Nationalliteratur.
- Materialistische Literatur-Theorie - FRIEDRICH ENGELS
- Schon aus Gegensatz zur "Historischen Schule"
waren sie ahistorisch gesinnt.
- Sie verurteilten alles Vorhergegangene - besonders die
von HEINE als "Kunstperiode" bezeichnete GOETHEzeit
wurde abgelehnt.
Allen Fortschrittlichen gemeinsam war die Gegnerschaft zu
der Romantik (die sowohl weltanschaulich als auch künstlerisch
Rückschrittlich empfunden wurde)
vgl. HEINE Die romantische Schule.
Georg GOTTFRIED GERVINIUS und JULIAN SCHMIDT sehen in dem
geistigen Umbruch (hervorgerufen durch die Julirevolution)
die Überwindung der romantischen Geisteshaltung und Literatur.
GOETHE wurde von einem Teil der Jungdeutschen (aus politischen
und aus ästhetischen Gründen) abgelehnt
.: Wichtige Thesen:
Schönheit sei nur in der Einheit von Geist und Körper
(christlich-bürgerliche Scham abgelehnt und als unnatürlich
betrachtet).
Das Leben wurde von transzendentalen Zwecken gelöst
und erhielt Eigenwert
"Das Leben ist des Lebens höchster Zweck."
Nach WIENBARG sei die Aufgabe der Dichtung die Darstellung
des Schönen im wirklichen Leben.
Für die Darstellung des Wirklichen sind die politische,
soziale, naturwissenschaftliche Kenntnisse Voraussetzung.
Es ist jedoch kein Realismus, keine objektive Wiedergabe der
Wirklichkeit, sondern eher eine aus Kritik entstandene rationalistische,
oft utopische Konstruktion.
Die junghegelianische Revolutionierung der Ästhetik half
aber den Realismus vorbereiten.
Für die meisten Jungdeutschen waren das Politische und
die Sozialkritik Ausgangspunkt der literarischen Tätigkeit.
- Bewegungsliteratur, (MUNDT), Littérature engagée
(BÖRNE)
Literatur wird öfters als Propaganda- und Agitationsmittel
verstanden (BÖRNE), das der Verbreitung politischer,
weltanschaulicher, sozialer und wirtschaftlicher Gedanken
dienen soll.
Kritik als Teilgebiet der Literatur verstanden.
Nicht das Innere des Menschen mit seinen Problemen, das Seelenleben,
die Stimmung und Entwicklung sind für die Literatur interessant,
sondern die revolutionäre Taten und Gedanken.
Nicht Charaktere wurden geschaffen, sondern Träger und
Vorkämpfer von Ideen.
"Der Zweck unserer Zeit ist der Bürger, nicht
der Mensch" (GUTZKOW)
Die Dichter setzen sich mit Gegensätzen auseinander,
wie:
Nationalgefühl <->Weltbürgertum
Christentum <->rationalistische Kritik
Individualismus <->Sozialismus
Tradition <->Fortschritt
bürgerliche Moral <->Emanzipation des Fleisches
Die Jungdeutschen waren optimistisch, gegenwartsfroh
- die Lebensangst, Weltflucht, der Zug in die Einsamkeit des
Biedermeiers fehlte.
Sie hofften die Gesellschaftsordnung, das Leben und den
Menschen zu bessern.
Sie betonten die Gegenwart und blickten in die Zukunft - sie
wollten neu und modern sein.
Sie waren jedoch öfters nur Epigonen.
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