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Deutsche Literatur - Biedermeier & Vormärz
» Klassik | Romantik | Biedermeier und Vormärz | Naturalismus | Gegenströmungen zu Naturalismus | Literatur zw. 1925-1950
Kunstprogramm des JDs
  • Es gibt eigentlich keine systematische Ästhetik
  • Kritische Abhandlungen von LUDWIG BÖRNE - bei ihm erscheint jedoch Kunstkritik in erster Linie als Mittel, politische Kritik zu üben.
  • LUDOLF WIENBARG (Ästhetische Feldzüge, Zur neuesten Literatur, Menzel und die junge Literatur) - gilt als Theoretiker des Jungen Deutschlands.
  • Keine systematische Ästhetik
  • Für ihn war die politische Freiheit Voraussetzung für eine deutsche Nationalliteratur.
  • Materialistische Literatur-Theorie - FRIEDRICH ENGELS
  • Schon aus Gegensatz zur "Historischen Schule" waren sie ahistorisch gesinnt.
  • Sie verurteilten alles Vorhergegangene - besonders die von HEINE als "Kunstperiode" bezeichnete GOETHEzeit wurde abgelehnt.

  • Allen Fortschrittlichen gemeinsam war die Gegnerschaft zu der Romantik (die sowohl weltanschaulich als auch künstlerisch Rückschrittlich empfunden wurde)
    vgl. HEINE Die romantische Schule.

Georg GOTTFRIED GERVINIUS und JULIAN SCHMIDT sehen in dem geistigen Umbruch (hervorgerufen durch die Julirevolution) die Überwindung der romantischen Geisteshaltung und Literatur.

GOETHE wurde von einem Teil der Jungdeutschen (aus politischen und aus ästhetischen Gründen) abgelehnt



.: Wichtige Thesen:

Schönheit sei nur in der Einheit von Geist und Körper (christlich-bürgerliche Scham abgelehnt und als unnatürlich betrachtet).

Das Leben wurde von transzendentalen Zwecken gelöst und erhielt Eigenwert
"Das Leben ist des Lebens höchster Zweck."

Nach WIENBARG sei die Aufgabe der Dichtung die Darstellung des Schönen im wirklichen Leben.

Für die Darstellung des Wirklichen sind die politische, soziale, naturwissenschaftliche Kenntnisse Voraussetzung.


Es ist jedoch kein Realismus, keine objektive Wiedergabe der Wirklichkeit, sondern eher eine aus Kritik entstandene rationalistische, oft utopische Konstruktion.


Die junghegelianische Revolutionierung der Ästhetik half aber den Realismus vorbereiten.

Für die meisten Jungdeutschen waren das Politische und die Sozialkritik Ausgangspunkt der literarischen Tätigkeit. - Bewegungsliteratur, (MUNDT), Littérature engagée (BÖRNE)

Literatur wird öfters als Propaganda- und Agitationsmittel verstanden (BÖRNE), das der Verbreitung politischer, weltanschaulicher, sozialer und wirtschaftlicher Gedanken dienen soll.

Kritik als Teilgebiet der Literatur verstanden.

Nicht das Innere des Menschen mit seinen Problemen, das Seelenleben, die Stimmung und Entwicklung sind für die Literatur interessant, sondern die revolutionäre Taten und Gedanken.

Nicht Charaktere wurden geschaffen, sondern Träger und Vorkämpfer von Ideen.
"Der Zweck unserer Zeit ist der Bürger, nicht der Mensch" (GUTZKOW)

Die Dichter setzen sich mit Gegensätzen auseinander, wie:
Nationalgefühl <->Weltbürgertum
Christentum <->rationalistische Kritik
Individualismus <->Sozialismus
Tradition <->Fortschritt
bürgerliche Moral <->Emanzipation des Fleisches

Die Jungdeutschen waren optimistisch, gegenwartsfroh - die Lebensangst, Weltflucht, der Zug in die Einsamkeit des Biedermeiers fehlte.

Sie hofften die Gesellschaftsordnung, das Leben und den Menschen zu bessern.

Sie betonten die Gegenwart und blickten in die Zukunft - sie wollten neu und modern sein.
Sie waren jedoch öfters nur Epigonen.

 


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