| Epik - Ich-Erzählung
& Ich-Form |
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Ich-Erzählung
[» auch Homodiegesis, 1st person
- keinesfalls zu verwechseln mit dem Spezialfall der ,Ich-Erzählsituation]:
Die Erzählinstanz (hier Erzählerfigur) ist zugleich
eine Person des erzählten Geschehens, und zwar
(a) als perspektivisch fokalisierte Zentralfigur (,autodiegetisches
Erzählen) oder
(b) als nur gelegentlich hervortretende Randfigur (,peripherer
Ich-Erzähler). Neben der 1. Person Singular kann
die ,Ich-Erzählung unbeschadet ihres Namens auch
einmal in der grammatischen Form der 1. Person Plural, der
2. Person Singular oder einer umschreibenden 3. Person Singular
als durchschaubarer Selbstpräsentation vonstatten gehen.
(a) Mein Name ist Bernhard; ungeschminkt will ich hier
die Geschichte meines Abstiegs erzählen.
(b) Ich will im folgenden erzählen, wie mein Freund Bernhard
vor meinen Augen Schritt für Schritt vor die Hunde ging.
Ich-Form
Literarische Darstellungsform mit einem von sich selbst in
der 1. Person Singular sprechenden, aber nicht mit der Person
des Autors identischen Ich.
In der Epik ist dieses Ich eine am dargestellten Geschehen
beteiligte fiktive Figur, entweder die Hauptperson oder ein
die Haupthandlung beobachtender Chronist, aber nicht das von
der fiktiven Welt getrennte sog. Erzähler-Ich, das als
Personifizierung des auktorialen Erzählers der Er-Form
zugehört.
Die ästhetische Wirkung der epischen Ich-Form beruht
auf der Begrenzung der Erlebens- und Darstellungsperspektive
auf den in das Geschehen eingebundenen Ich-Erzähler.
Sie ermöglicht eine künstlerisch abgerundete Komposition
und erlaubt auch die Darstellung des Unglaublichen, das der
Ich-Erzähler als selbsterlebt vorträgt.
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