Deutsche Literatur - Romantik
Philosophischer Hintergrund
Philosophischer Hintergrund
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814)
ging von Kant aus
"Wissenschaftslehre " (1794)
versucht statt einer Kritik ein wirkliches System zu geben.
im Mittelpunkt der Weltbetrachtung steht das Ich. (Nicht
nur das intelligible Ich, das die Dinge der Außenwelt
erfaßt, sondern als Schöpfer und Herr dieser
Welt)
Das Ich ist der Außenwelt überlegen, das Subjekt
dem Objekt ® Subjektiver Idealismus.
Um die Jahrhundertwende - Zug ins Religiöse, Mystische
Suche Gottes nicht in der sittlichen Weltordnung und im
sittlichen Handeln, sondern im absoluten Sein, im Gefühl,
in der Liebe und der Seligkeit.
Religiös gefärbte Geschichtsphilosophie - Endziel:
Vernunftstaat
Friedrich Wilhelm Schelling (1775-1854)
In Jena Mitbegründer der romantischen Schule (neben
Schlegel, Tieck, Novalis und Steffens)
"Ideen zu einer Philosophie der Natur"
(1797)
Natur und Geist bilden eine Einheit - Natur soll sichtbarer
Geist, Geist die unsichtbare Natur sein
Alles im Universum ist beseelt.
Von der Naturphilosophie kommt Schelling über Religionsphilosophie
zur Ansicht: Kunst sei die höchste Gestaltung alles
Irdischen
"Über das Verhältnis der bildenden Künste
zur Natur" (1807)
Seine Geschichtsphilosophie ist religiös gefärbt
- Geschichte ist Offenbarung des Absoluten.
Gotthilf Heinrich Schubert (1780-1860)
Schüler von Schelling
"Ansichten von der Nachtseite der Naturwissenschaft "
(1808)
Für die Romantiker: Wissen und Glauben, Philosophie
und Religion nicht voneinander getrennt.
Friedrich Schleiermacher (1768-1834)
Versöhnung des Christentums mit dem Idealismus
"Reden über die Religion an die Gebildeten
unter ihren Verächtern" (1799)
"Monologen " (1800)
Religion bedeutet schlechthinnige Abhängigkeit vom
Unendlichen - geht weder in Metaphysik, in Moral, noch in
Historie auf.
Zentrale Erfahrung: Todeserlebnis
Zwei Wege führen daraus: zur Vernichtung und zur
Rettung im christlichen Dogma
Johann Heinrich Voß - Romantik soll zur religiösen
Reaktion oder zum Katholizismus führen.
Novalis: "Die Christenheit oder Europa"
(1799) - feiert die vorreformatorische Glaubenseinheit.
Fichte und Novalis
setzen die Linie der deutschen Mystik fort.
Romantische Geisteshaltung
sucht "der Bildungsstrahlen All in eins zu fassen"
- die Künste werden bis zur Verschmelzung aneinandergerückt.
Selbst Kunst und Wissenschaft flossen ineinander.
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