| Deutsche Literatur - Romantik |
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- Romantische Auffassung: das ganze Leben soll »poetisiert«
werden.
Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie.
Ihre Bestimmung ist nicht bloß, alle getrennten Gattungen
der Poesie wieder zu vereinigen und die Poesie mit der Philosophie
und Rhetorik in Berührung zu setzen. Sie will und soll
auch Poesie und Prosa, Genialität und Kritik, Kunstpoesie
und Naturpoesie vermischen, bald verschmelzen. Die Universalpoesie
allein ist unendlich, wie sie allein frei ist, und
erkennt als erstes Gesetz an, daß die Willkür
des Dichters kein Gesetz über sich leide (116.
Athenäum-Fragment)
- Vereinigung von Geist und Natur
- Zweck der Kunst war Stimmung und Erlebnis - wobei
sich die einzelnen Sinnesgebiete miteinander vermischen,
die Künste ineinander übergehen sollten
- Forderung: »Synästhesie« - Farbenhören,
Musiksehen
- Erhabenste Fähigkeit: Phantasie, Schöpfertum.
Dichterische Lebensform ist wichtiger als die Form des dichterischen
Werkes.
- Viele unvollendete Werke, Improvisationen, Aphorismus,
Fehlen strenger Konzeption
- Wichtiger als die Vollkommenheit einer Leistung ist die
Sehnsucht und das Streben nach der Vollkommenheit.
- Romantischer Dichter - Freiheit, sich über alles
(auch über eigene Kunst, Tugend, Genialität) zu
erheben -> romantische Ironie (Der romantische Dichter
darf und muß die Illusion, die sein Werk erzeugt hat,
auch wieder aufheben.)
Theorie von der dichtenden Volksseele
- Volksdichtung besonders in unverbildeten Zeiten, vor allem
im Mittelalter.
- Märchen wurde wiederentdeckt, erneuert; Volkslied,
Volksbuch, Sage gepflegt.
Romantischer Sprachstil
- Sucht die Illusion zu steigern (durch Wortwahl, Wortform,
Satzbau, Rhythmus; archaischen chronikalischen Stil ®
Illusion einer vergangenen Zeit und eines entfernten Milieus;
Zerreißung des logischen Zusammenhangs Eindruck des
Phantasievollen)
Zahlreiche Übersetzungen - fremdsprachige Poesie
- Formen der Spanier, Italiener, Portugiesen, Provenzalen,
Engländer, Franzosen und der Antike werden nachgeahmt.
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