Quellenangaben (die für den Text zu umfangreich sind);
Hinweise auf Vorarbeiten die nicht wörtlich zitiert
werden ("Den folgenden Ausführungen liegt ... zugrunde");
Ausführungen, die den Gang der Untersuchung stören
würden, aber wichtig sind;
Fragen, die noch gestellt werden könnten;
Abwehr möglicher Einwände.
Harnacks Gebote:
Fasse deinen Text so, daß er auch ohne die Anmerkungen
gelesen werden kann.
Vergiß nicht, daß es auch Parenthesen im Texte
gibt und Exkurse am Schlusse des Buchs, welche Anmerkungen
ersetzen können.
Sei sehr sparsam mit Anmerkungen und wisse, daß
du deinem Leser Rechenschaft geben mußt für jede
unnütze Anmerkung; er will in deinen Anmerkungen ein
Schatzhaus sehen, aber keine Rumpelkammer.
Halte dich nicht für zu vornehm, um Anmerkungen zu
machen, und wisse, daß du niemals so berühmt
bist, um dir Beweise ersparen zu können.
Schreibe keine Anmerkung, weil du in der Darstellung etwas
vergessen hast; schreibe überhaupt die Anmerkungen
nicht nachträglich.
Schreibe nichts in die Anmerkung, was den Text in Frage
stellt, und schreibe auch nichts hinein, was wichtiger ist
als der Text.
Betrachte die Anmerkungen nicht als Katakomben, in denen
du deine Voruntersuchungen beisetzest, sondern entschließe
dich zur Feuerbestattung.
Mache die Anmerkungen nicht ohne Not zum Kampfplatz; tust
du es, so stelle deinen Gegner so günstig auf wie dich
selbst.
Versuche es, die Kunst zu lernen, durch Anmerkungen die
lineare Form der Darstellung zu ergänzen, Akkorde anzuschlagen
und Obertöne zu bringen; aber spiele kein Instrument,
das du nicht verstehst, und spiele dieses Instrument nur,
wenn es nötig ist.
. Stelle die Anmerkungen stets dorthin, wohin sie gehören,
also nicht an den Schluß des Buchs - [...]
Es ist zweckmäßig sowohl die Anmerkungen als auch
die Fußnoten mit arabischen Zahlen durchzunumerieren.
Wenn die Arbeit zu lang ist, zählt man die Anmerkungen
kapitelweise durch.
Die Ziffern die auf Anmerkungen oder Fußnoten verweisen
sind eine halbe Zeile hochgestellt und schließen sich
an den letzten Buchstaben oder an das letzte Satzzeichen ohne
Zwischenraum. (Bezieht es sich auf den ganzen Satz, so steht
die Zahl nach dem Satzzeichen.
Die Fußnoten selbst werden einzeilig geschrieben, voneinander
durch eine zusätzliche halbe Zeile abgesetzt.
Stil der Fußnoten: sollen knapper sein als der Text. Abkürzungen
sind hier erlaubt und am Platze.