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Schriftliche Form germanistischer Arbeit
Die Anmerkungen


In den Anmerkungen:

Quellenangaben (die für den Text zu umfangreich sind);

Hinweise auf Vorarbeiten die nicht wörtlich zitiert werden ("Den folgenden Ausführungen liegt ... zugrunde");

Ausführungen, die den Gang der Untersuchung stören würden, aber wichtig sind;

Fragen, die noch gestellt werden könnten;

Abwehr möglicher Einwände.

Harnacks Gebote:

  1. Fasse deinen Text so, daß er auch ohne die Anmerkungen gelesen werden kann.

  2. Vergiß nicht, daß es auch Parenthesen im Texte gibt und Exkurse am Schlusse des Buchs, welche Anmerkungen ersetzen können.

  3. Sei sehr sparsam mit Anmerkungen und wisse, daß du deinem Leser Rechenschaft geben mußt für jede unnütze Anmerkung; er will in deinen Anmerkungen ein Schatzhaus sehen, aber keine Rumpelkammer.

  4. Halte dich nicht für zu vornehm, um Anmerkungen zu machen, und wisse, daß du niemals so berühmt bist, um dir Beweise ersparen zu können.

  5. Schreibe keine Anmerkung, weil du in der Darstellung etwas vergessen hast; schreibe überhaupt die Anmerkungen nicht nachträglich.

  6. Schreibe nichts in die Anmerkung, was den Text in Frage stellt, und schreibe auch nichts hinein, was wichtiger ist als der Text.

  7. Betrachte die Anmerkungen nicht als Katakomben, in denen du deine Voruntersuchungen beisetzest, sondern entschließe dich zur Feuerbestattung.

  8. Mache die Anmerkungen nicht ohne Not zum Kampfplatz; tust du es, so stelle deinen Gegner so günstig auf wie dich selbst.

  9. Versuche es, die Kunst zu lernen, durch Anmerkungen die lineare Form der Darstellung zu ergänzen, Akkorde anzuschlagen und Obertöne zu bringen; aber spiele kein Instrument, das du nicht verstehst, und spiele dieses Instrument nur, wenn es nötig ist.

  10. . Stelle die Anmerkungen stets dorthin, wohin sie gehören, also nicht an den Schluß des Buchs - [...]

Es ist zweckmäßig sowohl die Anmerkungen als auch die Fußnoten mit arabischen Zahlen durchzunumerieren. Wenn die Arbeit zu lang ist, zählt man die Anmerkungen kapitelweise durch.

Die Ziffern die auf Anmerkungen oder Fußnoten verweisen sind eine halbe Zeile hochgestellt und schließen sich an den letzten Buchstaben oder an das letzte Satzzeichen ohne Zwischenraum. (Bezieht es sich auf den ganzen Satz, so steht die Zahl nach dem Satzzeichen.

Die Fußnoten selbst werden einzeilig geschrieben, voneinander durch eine zusätzliche halbe Zeile abgesetzt.

Stil der Fußnoten: sollen knapper sein als der Text. Abkürzungen sind hier erlaubt und am Platze.


Mehr zur Form
»Die Gliederung des Manuskripts
»Das Zitieren
Zwei Gruppen von Zitaten
»Die Anmerkungen
»Das Literatur-
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& Das Schriftbild
»Reihenfolge der Angaben
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