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Zitate aus der Primärliteratur:
- vollständige -> praktisch z.B. bei den Gedichtinterpretationen.
- nur Ausschnitte -> um die Aussagen mit Belegen zu veranschaulichen.
Zitate aus der Sekundärliteratur (aus wissenschaftlichen
Arbeiten):
- Verfasser bringt diese, weil er mit ihnen übereinstimmt,
zur Bekräftigung der eigenen Meinung.
- Verfasser benützt es, weil er anderer Ansicht ist,
als Ausgangspunkt einer Diskussion.
Jedes Zitat muß drei Forderungen genügen:
1. Es muß u n m i t t e l b a r sein (der Verfasser
muß den Text selbst vor Augen gehabt haben. (Wenn er
trotz aller Anstrengungen den originalen Text nicht beschaffen
konnte, und so die Zitate nicht überprüfen konnte,
soll zur Quellenangabe den Zusatz hinzufügen: "zitiert
nach: ..." (in erster Linie bei Sekundärliteratur).
Bei Primärliteratur müssen zuverlässige Ausgaben
benützt werden. (Historisch-kritische Ausgaben, oder
Originaldrucke.)
2. Es muß g e n a u sein: Buchstäblich genau,
und der Sinn darf durch die Lösung aus der Zusammenhang
nicht entstellt sein.
(Erhaltung der alten Schreibweise, sogar inhaltliche und orthographische
Fehler müssen übernommen werden. Durch ein zugesetztes
[!] können wir anzeigen, daß der Fehler nicht beim
Abschreiben unterlaufen ist.)
Erlaubte Änderungen müssen auch erkennbar sein.
Man darf hervorheben, unterstreichen, sperren, halbfett und
kursiv setzen lassen, aber (mindestens) bei der Quellenangabe
muß vermerkt werden: "Hervorgehoben vom Verfasser."
Auch auf Weglassung müssen wir hinweisen (Einfügung
von drei Punkten, üblich in eckigen Klammern). Bei umfangreicheren
Auslassungen ist es besser das Zitat zu schließen und
einen überleitenden Zwischentext einzufügen. Ein
Einschub in den Text wird in eckige Klammern gesetzt. (z.B.
als Erklärung zum Personalpronomen)
3. Es muß z w e c k e n t s p r e c h e n d sein.
Darf weder länger noch kürzer sein als es nötig
wäre. Der Zusammenhang muß mit eigenen Worten erläutert
werden.
Es ist wichtig, daß Zitate immer eine Vorbereitung bzw.
eine Auswertung haben.
.: S c h r i f t b i l d
Längere Zitate hebt man üblicherweise vom übrigen
Text ab (indem man sie um 5 Leeranschläge einrückt.
Der Beginn des Zitats wird um 3 Leeranschläge nochmals
eingerückt wenn es sich um den Beginn eines Absatzes
handelt.
Das Zitat selbst wird mit engem Zeilenabstand geschrieben
und durch größeren Zeilenabstand vom vorhergehenden
und folgenden Text getrennt. Die abgehobene Zitate brauchen
nicht mehr in Anführungszeichen gesetzt zu werden.
Kürzere Zitate werden durch doppelte Anführungszeichen
getrennt. Zitate innerhalb von Zitaten werden mit einfachen
Anführungszeichen versehen.
Zitate im weiteren Sinne sind:
- Titel von Büchern,
- Zeitschriften,
- Aufsätzen usw.
Sie bedürfen keiner Hervorhebung in den förmlichen
Literaturangaben des Literaturverzeichnisses und in der Fußnoten.
Innerhalb des Textes werden sie in doppelte Anführungszeichen
gesetzt.
Zitate sind Belege - Belege müssen nachprüfbar
sein.
Zu jedem Zitat gehört deshalb die Quellenangabe.
(Es muß eindeutig sein und so knapp wie möglich.)
Wird ein Text häufiger zitiert, brauchen wir bei der
ersten Nennung sämtliche Angaben, in den nächsten
können wir uns aber auf knappe Quellenangaben beschränken
(die stehen eventuell hinter dem Zitat in runden Klammern.).
Wenn mehrere Werke abgekürzt zitiert werden, geben wir
ein Abkürzungsverzeichnis.
Bandangabe soll von der Seitenangabe durch Komma getrennt
werden.
Zwischen Stellenangaben aus verschiedenen Bänden stehen
Strichpunkte.
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